In tiefer Trauer

Am Sonnabend, den 25. Juli 2026, ist der Berliner CSD zum Ziel eines Anschlags geworden. Ein Mensch ist tot, weitere 29 wurden verletzt, mehrere schweben in Lebensgefahr.

Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Der Angriff galt allen, die frei und offen leben wollen. Genau deshalb lassen wir uns nicht einschüchtern. Wer Hass und Terror sät, will spalten und zum Schweigen bringen. Wir schweigen nicht.

Jede Form von religiösem oder politischem Extremismus, Terror und Hass verurteilen wir auf das Schärfste. Wer Menschen wegen ihrer Identität angreift, ist unser Gegner.

Haltung heißt jetzt: zusammenstehen. Für die queere Community.

Am Montag, den 27.07.2026 findet um 17:30 Uhr auf dem Alten Markt in Potsdam eine Gedenkveranstaltung statt unter dem Motto: POTSDAM STEHT AN DER SEITE DER QUEEREN COMMUNITY

Wissenschaft braucht Haltung: Für ein widerstandsfähiges Wissenschaftssystem

Mehr als 200 Interessierte aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft kamen im Brandenburger Landtag zusammen, um über die Resilienz des deutschen Wissenschaftssystems zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Wissenschaft und Forschung auch unter wachsendem gesellschaftlichem und politischem Druck unabhängig, frei und handlungsfähig bleiben können.

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Brandenburger Sommerabend: Neue Kontakte für Brandenburg zeigt Haltung!

Die Landesregierung Brandenburg und das WirtschaftsForum Brandenburg e.V. hatten am 30. Juni 2026 zum traditionellen Sommerabend auf das Gelände des SportParks Luftschiffhafen in Potsdam eingeladen. Brandenburg zeigt Haltung! war als zentraler Aussteller im Bereich „Ehrenamtliches Engagement“ mit dabei.

Viele unserer Förderpartner nutzten die Gelegenheit, unseren Stand zu besuchen und mit uns ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus freuten wir uns über zahlreiche neue Kontakte und das große Interesse an unserer Arbeit. Die vielen Gespräche machten deutlich: Die Stärkung der Demokratie ist längst auch für zahlreiche Unternehmen und wirtschaftliche Akteure ein wichtiges Anliegen.

Denn nur dort, wo demokratische Werte gelebt werden, können Innovation, wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Zusammenhalt dauerhaft wachsen. Wirtschaft braucht Demokratie. Demokratie braucht Haltung.

Entschlossen Handeln gegen Antisemitismus

Zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht rufen das „Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ und „Brandenburg zeigt Haltung“ die Öffentlichkeit dazu auf, sich aktiv und sichtbar gegen Antisemitismus zu stellen. Die Organisationen warnen angesichts steigender Fallzahlen vor einer bedrohlichen Normalisierung antisemitischer Gewalt und Hetze – und fordern konkrete Maßnahmen zum Schutz jüdischen Lebens.

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Antisemitische Vorfälle auf Rekordhoch

Die aktuellen Zahlen belegen den Ernst der Lage: Laut dem Jahresbericht von RIAS Berlin wurden im Jahr 2024 2500 antisemitische Vorfälle registriert – doppelt so viele wie im Vorjahr. Mehr als die Hälfte ereignete sich im öffentlichen Raum, im Nahverkehr oder an Bildungseinrichtungen. Auch in Brandenburg dokumentierte die zuständige Fachstelle einen deutlichen Anstieg: 484 antisemitische Vorfälle, ein Zuwachs von 28 Prozent. Antisemitische Übergriffe reichen von Beleidigungen über Drohungen und Sachbeschädigungen bis hin zu tätlichen Angriffen. 

Viele der Vorfälle stehen nicht im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt – sie sind Ausdruck tief verwurzelter Ressentiments in der Gesellschaft. Studien wie die Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 zeigen zudem, dass über 23 Prozent der Befragten in Deutschland antisemitische Stereotype teilen.

„Nie wieder“ braucht Taten – fünf zentrale Schritte

Die beteiligten Organisationen appellieren an Politik, Bildung, Medien und Gesellschaft, Antisemitismus nicht länger nur zu verurteilen, sondern wirksam zu bekämpfen. Ihre zentralen Forderungen:

  • Wirksamer Schutz jüdischen Lebens und entschlossene Strafverfolgung: Staat und Kommunen müssen den Schutz jüdischer Einrichtungen dauerhaft sichern – durch ausreichende Sicherheitsmittel, konsequente Strafverfolgung antisemitischer Taten (auch im Netz) und verpflichtende Schulungen für Polizei und Justiz.
  • Bildung gegen Antisemitismus – von der Schule bis zur Erwachsenenbildung: Antisemitismusprävention muss fester Bestandteil aller Lehrpläne werden. Schulen brauchen verbindliche Inhalte zu jüdischer Geschichte und Gegenwart, Lehrkräfte verpflichtende Fortbildungen, und die politische Bildung stabile Förderstrukturen.
  • Klare Haltung in Politik und Medien: Antisemitismus darf nicht relativiert werden. Medien und politische Institutionen müssen antisemitische Aussagen und Stereotype klar benennen, vermeiden und Betroffenen solidarisch den Rücken stärken.
  • Gesellschaftliche Verantwortung und Zivilcourage im Alltag: Antisemitismus zu widersprechen ist eine Pflicht für alle. Lokale Bündnisse, Vereine und Initiativen sollen gestärkt werden, um Menschen zum Handeln zu befähigen – im öffentlichen Raum wie im digitalen Alltag.
  • Förderung jüdischer Kultur und Sichtbarkeit: Schutz heißt auch, jüdisches Leben sichtbar und lebendig zu machen. Das Bündnis fordert die Förderung jüdischer Kultur- und Bildungsprojekte, Unterstützung junger jüdischer Stimmen und Räume für Begegnung und Dialog.

Solidarität braucht Sichtbarkeit – Stimmen aus den Bündnissen

Der 9. November steht für die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst. Die Organisationen in den Bündnissen mahnen: Wenn wir schweigen, wird das Unsagbare wieder sagbar – und schließlich normal. Dem gilt es, gemeinsam und entschlossen entgegenzutreten.

„Der 9. November bleibt Mahnung und Erinnerung: Wir stehen an der Seite der Jüdinnen und Juden in diesem Land, wir stehen auf, wo sie bedroht werden, wo man sie beleidigt, angreift, verdrängt oder in Angst setzt. Antisemitismus ist ein Verbrechen und lästert Gott. Es ist unsere Verantwortung, dass die Worte des Hasses nicht wieder mächtig werden in diesem Land. Wir erinnern und vergessen nicht. Das ist die Grundgeste des Glaubens an den einen Gott. Seid Menschen, hat Margot Friedländer uns zugerufen und aufgetragen. Seien wir das und stehen auf füreinander. Nie wieder ist jetzt und ist morgen.“

Dr. Heiner Koch, Erzbistum Berlin:

„‘Fürchte Dich nicht, ich habe dich beim Namen gerufen!‘ (Jes 43,1). Gott hat einen jeden Menschen ‚beim Namen gerufen‘, er hat keine Nummern verteilt oder einfach nur durchgezählt. Ausgehend von den Rassegesetzen über die Novemberpogrome bis zu den tätowierten Nummern der KZ-Häftlinge haben die Nationalsozialisten sechs Millionen Jüdinnen und Juden nicht nur das Leben, sondern auch ihre Würde und Einzigartigkeit entrissen. Das Gedenken daran drängt uns, aufzutreten gegen jede Form von Antisemitismus, überall da, wo jüdisches Leben bedroht, Jüdinnen und Juden ihre Würde geraubt wird und ihr Leben gefährdet ist.“

Dr. Ursula Schoen, Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg:

„Es ist erschütternd, dass Jüdinnen und Juden heute in Deutschland wieder in Angst leben müssen. Der 9. November mahnt uns: Geschichte darf sich nicht wiederholen. Jeder Angriff auf jüdische Einrichtungen oder Menschen ist ein Angriff auf das Herz unserer Gesellschaft. Wir alle müssen widersprechen. Überall, wo Antisemitismus auftaucht.“

Prof. Dr. Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V.:

„Antisemitismus ist ein Angriff auf die Menschenwürde und damit auf das Fundament unserer Gesellschaft. Als Caritas stehen wir an der Seite unserer jüdischen Geschwister und treten entschieden jeder Form von Hass, Ausgrenzung und Gewalt entgegen. ‚Nie wieder‘ darf keine leere Formel bleiben – es bedeutet, heute Verantwortung zu übernehmen: im Alltag, in unseren Einrichtungen und überall dort, wo Menschen angefeindet werden.“

Weitere Informationen & Quellen:

Wir verurteilen den brutalen Überfall in Bad Freienwalde

„Wer Menschen angreift, die sich für Vielfalt engagieren, greift unsere Demokratie an“

Das Bündnis „Brandenburg zeigt Haltung“ verurteilt den brutalen Überfall auf das Vielfaltsfest der Initiative „Bad Freienwalde ist bunt“ auf das Schärfste. Vermummte Täter griffen bereits vor Beginn der Veranstaltung Wartende an und störten damit ein friedliches Fest, das für Solidarität und Vielfalt in der Stadt werben sollte.

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Dieser hinterhältige Angriff reiht sich in eine besorgniserregende Serie rechtsextremer Gewalt in Brandenburg ein. Die Täter wollten offensichtlich Menschen einschüchtern, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine bunte, vielfältige Gesellschaft einsetzen. Solche Angriffe zielen darauf ab, das demokratische Engagement zu schwächen und Angst zu verbreiten.

„Brandenburg zeigt Haltung“ steht solidarisch an der Seite der Organisatoren von „Bad Freienwalde ist bunt“ und aller Menschen, die sich mutig für Demokratie und Vielfalt einsetzen. Wer friedliche Veranstaltungen überfällt und auf unschuldige Menschen einschlägt, stellt sich gegen die Grundwerte unserer freien und demokratischen Gesellschaft.

Jann Jakobs, ehemaliger Oberbürgermeister von Potsdam und Sprecher des Bündnisses, erklärt: „Dieser brutale Überfall in Bad Freienwalde zeigt, wie wichtig es ist, dass wir als demokratische Gesellschaft zusammenstehen. Wer Menschen angreift, die sich für Vielfalt und Zusammenhalt engagieren, greift unsere Demokratie an. Wir dürfen nicht zulassen, dass Gewalt und Einschüchterung das bürgerschaftliche Engagement schwächen. Jetzt ist es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und den Mut der Betroffenen nicht vergebens sein zu lassen.“

Wir fordern die konsequente Aufklärung und Verfolgung dieser Straftat durch die Ermittlungsbehörden. Gleichzeitig rufen wir alle Brandenburgerinnen und Brandenburger dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft einzustehen.

Die Demokratie lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Initiativen wie „Bad Freienwalde ist bunt“ zeigen, wie wichtig es ist, dass Menschen vor Ort Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen. Dieses Engagement verdient unseren Schutz und unsere Unterstützung – nicht Gewalt und Bedrohung.